Vorhandenen Wohnraum nutzbarer machen
Mit intelligenten Trockenbaulösungen schaffen Sie neue Räume, klare Bereiche und mehr Privatsphäre - und das ganz ohne aufwendigen Umbau!
Wann Trockenbau für Ihr Zuhause sinnvoll wird
Was genau ist eigentlich Trockenbau?
Trockenbau ermöglicht es Ihnen, vorhandene Räume schnell und flexibel neu zu strukturieren und umzugestalten. Mit leichten Wand- und Deckensystemen lassen sich zusätzliche Bereiche mit mehr Privatsphäre schaffen, Räume teilen, Dachschrägen ausbauen oder vorhandene Flächen funktional verändern.
Je nach Wunsch können dabei auch Schallschutz, Brandschutz, Akustik, Türöffnungen oder Installationen berücksichtigt werden.
Im Vergleich zur massiven Bauweise ermöglicht Ihnen der Trockenbau eine günstigere, leichtere, sauberere und flexiblere Modifizierung bestehender Räume, die dazu auch noch viel Zeit einspart.
Aus vorhandener Fläche neuen Raum gewinnen
Nicht immer fehlt Wohnfläche. Häufig fehlt einfach nur eine sinnvolle Aufteilung.
Mit Trockenbau lassen sich bestehende Räume so verändern, dass neue Nutzungsbereiche entstehen. Ein großes Zimmer kann geteilt, eine Dachschräge nutzbar gemacht oder ein eigener Arbeits- und Rückzugsbereich geschaffen werden.
Das gute daran ist - die Raumstruktur ist auch langfristig anpassbar. Wenn die Kinder ausziehen und sich Familienalltag und Raumnutzung später erneut verändern, können Trockenbaulösungen leichter modifiziert oder weiterentwickelt werden, als massive Bauteile.
Welche Bauweise passt zu Ihrem Umbau?
Trockenbau
Massive Innenwand
Anforderung
Umbau im bewohnten Zuhause
Kurze Bauphase
Geringe Baufeuchte
Geringes zusätzliches Gewicht
Schlanke Wandkonstruktion
Hohen Schallschutz umsetzen
Schall und Brandschutz kombinieren
Installationen in der Wand integrieren
Später wieder flexibel verändern
Tragende Wand realisieren
Trockenbau
Massive Innenwand
Mehr aus Ihrer vorhandenen Wohnfläche machen
Wann Trockenbau besonders viel verändert
Eigenes Homeoffice
Ein bestehender Wohnbereich wird so geteilt, dass ein ruhiger und klar abgegrenzter Arbeitsplatz entsteht.
Zusätzliches Kinderzimmer
Wenn Kinder älter werden oder Familienzuwachs entsteht, kann vorhandene Fläche neu aufgeteilt und ein eigener Bereich geschaffen werden.
Dachgeschoss besser nutzen
Dachschrägen und bisher wenig genutzte Flächen können ausgebaut und funktional in den Wohnraum integriert werden.
Häufige Fragen zum Trockenbau
Trockenbau (Gipskarton auf Ständerwerk): Ist günstiger, schneller montiert, extrem flexibel bei späteren Grundrissänderungen und ermöglicht eine einfache Leitungsverlegung im Hohlraum, Bei doppelter Beplankung ist auch der Schallschutz gut.
Massivbau (Kalksandstein/Porenbeton): Bietet hervorragenden Schallschutz, eine hohe Tragfähigkeit für schwere Möbel (ohne Spezialdübel) und speichert Wärme besser, braucht aber Wochen zum Austrocknen.
Die Wahl der richtigen Trockenbauplatte hängt stark vom Einsatzort ab:
Weiße/graue Standard-Gipskartonplatten (GKB): Ideal für normale Innenräume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flure ohne besondere Anforderungen
Grüne Gipskartonplatten (GKBI): Imprägniert und feuchtigkeitsbeständig. Sie sind Pflicht für Feuchträume wie Badezimmer und Küchen, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Rosa/Rote Feuerschutzplatten (GKF): Mit Glasfaser verstärkt. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo gesetzliche Branschutzauflagen erfüllt werden müssen, z.B. bei Dachgeschossausbauten.
Blaue Schallschutzplatten: Schwere Platten mit hoher Dichte, die speziell zur Lärmreduzierung in Schlaf- oder Arbeitszimmern eingesetzt werden.
Die Qualitätsstufen (Q1 bis Q4) definieren die Oberflächengüte nach dem Verspachteln der Gipskartonplatten.
Q1 (Grundverspachtelung): Reines Füllen der Stoßfugen und Abdecken der Schraubenköpfe. Ausreichend für Fliesen oder andere grobe Beläge.
Q2 (Standardverspachtelung): Nachspachteln und stufenloses Angleichen an die Plattenoberfläche. Perfekt für Raufasertapeten oder Strukturputz.
Q3 (Sonderverspachtelung): Breites Ausspachteln der Fugen und vollflächiges Überziehen der Oberfläche. Notwendig für matte, feinstrukturierte Wandbekleidungen.
Q4 (Höchste Qualitätsstufe): Vollflächiges Spachteln und Glätten der gesamten Wand (Schichtdicke > 1 mm). Ein Muss für glänzende Tapeten, Lackierungen oder glatte Streichtechniken unter direktem Streiflicht.
Ein versierter Handwerker kann einfache Trockenbauwände mithilfe von Metallprofilen (UW- und CW-Profile) und Gipskartonplatten durchaus selbst errichten. Das spart Kosten. Ein professioneller Trockenbau empfiehlt sich jedoch bei:
Komplizierten Deckenabhängungen oder indirekten Beleuchtungskonstruktionen
Streng einzuhaltenden Brandschutz- und Schallschutzauflagen.
Dem Erreichen der Spachtelstufe Q3 oder Q4, da hierfür viel handwerkliches Geschick und Erfahrung nötig sind.
Bei normalem Raumklima (20 ° C und 65 % Luftfeuchtigkeit) gilt:
Fugenspachtelmasse: Pro Spachtelgang sollte eine Wartezeit von 12 bis 24 Stunden eingeplant werden, bevor geschliffen werden kann oder die nächste Schicht aufgetragen wird.
Tiefengrund (Grundierung): Nach dem Auftragen benötigt die Grundierung etwa 24 Stunden, um vollständig abzubinden und die Saugfähigkeit der Platten perfekt zu regulieren.
Tipp: Während der Trocknungsphasen für Stoßlüftung sorgen, aber direkte Zugluft oder starkes Heizen vermeiden.
Gipskartonwände sind extrem tragfähig, wenn man die richtigen Befestigungsmittel wählt. Die Traglast hängt primär von den verwendeten Dübeln und der Beplankung ab:
Leichte Lasten (bis 15 kg): Bilder oder kleine Regale können mit Kunststoff-Gipskartondübeln direkt in der Platte befestigt werden.
Mittelschwere Lasten (bis 40 kg): Für Flachbildfernseher oder Spiegel nutzt man Hohlraum-Metalldübel, die sich hinter der Platte verkrampfen. Eine doppelte Beplankung der Wand verdoppelt hier fast die Stabilität.
Schwere Lasten (über 40 kg): Bei Küchenschränken oder Waschbecken müssen vorab Traversen (Holz- oder Metallverstärkungen) in das Ständerwerk integriert werden, um das Gewicht direkt in die Profile zu leiten.
Die Dämmung wird direkt in die Zwischenräume des Ständerwerks eingebracht, bevor die zweite Seite beplankt wird.
Schallschutz (Innentrennwände): Hierfür eignen sich weiche Mineralwolle-Dämmstoffe (Glaswolle oder Steinwolle) hervorragend. Sie schlucken den Schall im Hohlraum. Wichtig ist eine lückenlose Verlegung ohne Hohlräume sowie ein Dichtungsband unter den Profilen am Boden und an den Wänden (Entkopplung).
Wärmeschutz (Außenwände/Dachausbau): Neben Mineralwolle kommen hier oft auch Holzfaserdämmstoffe zum Einsatz. Beim Dämmen von Außenwänden von innen ist zwingend eine fachgerecht verklebte Dampfbremsfolie anzubringen, um Feuchtigkeitsschäden in der Konstruktion zu verhindern.
Wie könnte Ihr Wohnraum effektiver genutzt werden?
Gemeinsam besprechen wir, welche Räume heute nicht mehr zu Ihrem Alltag passen und wie sich durch neue Wände, Ausbau oder eine andere Raumaufteilung zusätzlicher Nutzen schaffen lässt.